Archiv der Kategorie: Zeitungsbericht

Abordnungen zum Frühschoppen

  -bv- Gescher. Wieder dabei sind die Abordnungen der Schützenvereine aus gescher und Hochmoor am Sonntag (18.5.) um 11 Uhr beim großen Frühschoppenkonzert der St.-Ludgerus-Schützengilde Harwick. Auch die Kameradschaft Gescher wird dieser Einladung folgen. Alle Abordnungen treffen sich um 11 Uhr am Eingang des Festzeltes auf dem Fabrikplatz.

Harwicker küren Knubbenkönig

Gescher. Wer wird Nachfolger von Knubbenkönig Jörg Ammerschuber? Die Harwicker Ludgerus-Schützen treffen sich am Donnerstag um 19 Uhr an der Vogelstange zum Stangeeinschießen. Die Harwicker Schützen nutzen diese große vereinsinterne Veranstaltung (es kommen in jedem Jahr mehr) zur Einstimmung auf das Schützenfest am kommenden Wochenende. Der Festausschuss des Vorstandes sorgt für kühle Getränke, Karl Schulz Bockholt für Gegrilltes. Man klönt und feiert den neuen Knubbenkönig bis spät in die Nacht.

Harwicker Schützen treten Samstag an

   -js- Gescher. Noch sind Holger Beeke und Judith Lucahsen das amtierende Königspaar der St.-Ludgerus-Schützengilde Harwick. Doch mit dem Schützenfest 2008 naht ihr Abschied: Am kommenden Montag (19. 5.) wird der neue Schützenkönig gekürt.

   Offiziell gefeiert wird in Harwick ab Samstag (17. 5.). Die Schützen treffen sich um 19 Uhr am Festzelt und treten dann auf der Hauskampstraße an, um zur Kranzniederlegung zu marschieren. Beim öffentlichen Festball sorgt die Tanz- und Showband „Sunwave“ aus Vreden für Stimmung. Am Sonntag (18. 5.) nehmen die Schützen um 9.30 Uhr am Gottesdienst in St. Pankratius teil. Weitere Höhepunkte sind das Frühschoppenkonzert und das nachmittägliche Kaffeetrinken für die Senioren der Gilde und deren Frauen und Angehörige. Um 16 Uhr werden die Fahne und das amtierende Königspaar vom Rathausplatz abgeholt. Ein Festumzug durch die Innenstadt schließt sich an. Ab 20 Uhr ist wieder öffentlicher Festball. Am Montag entscheidet sich dann an der Vogelstange, wer sich als König 2008 in die Annalen der Harwicker St.-Ludgerus-Schützengilde eintragen darf.

Vieles in Gescher trägt seine Handschrift

Verdienstmedaille für Ewald Koller

  Gescher. Museumshof, Kutschenmuseum und viele Vereinsaktivitäten in Gescher tragen seine Handschrift. Für dieses langjährige Wirken im kulturellen Bereich hat der Bundespräsident Ewald Koller – wie kurz berichtet – mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Landrat Gerd Wiesmann überreichte die hohe Auszeichnung in einer Feierstunde im Rathaus.

   „Ehrenamtliches Engagement ist ein unverzichtbares Element für den Zusammenhalt der Gesellschaft“, sagte Wiesmann. In seiner Laudatio ging er auf den hohen Wert  des Ehrenamtes für das Funktionieren unserer Gesellschaft ein. Koller zähle zu den Menschen, „die ihre Zeit, Kraft und Fähigkeiten nicht nur für die eigene Existenz und ihre Familie einsetzen, sondern auch für die Gestaltung ihrer Stadt und das Zusammenleben der Menschen“. Von 1982 bis 1999 hatte Koller den Vorsitz im Heimatverein inne. In dieser Funktion habe er die Erweiterung des Museumshofes „Auf dem Braem“ betrieben. Wiesmann erinnerte an die Errichtung von „Museschoppe“, Backofen, Brauhaus und Remise. Im gleichen Zeitraum habe Koller maßgeblichen Einfluss auf den Umbau der ehemaligen Turnhalle zu einem Kutschenmuseum genommen – und die Vereinsmitglieder motiviert, mit viel Eigenleistung zum Umbau beizutragen. Ein Höhepunkt des Vereinslebens in Gescher sei das Erntedankfest, dessen Programm Koller maßgeblich konzipiert und umgesetzt habe. Noch heute arbeite Koller im „Montagskreis“ mit, der sich mit lokalen Veranstaltungen befasse. Wegen seiner Verdienste um den Verein hätten ihn die Heimatfreunde 1999 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

   Seit 1982 sei Koller auch Vorsitzender der St.-Ludgerus-Schützengilde Harwick. Hier sei es ihm ein besonderes Anliegen, die jüngeren Mitglieder in die Vorstandsarbeit einzubinden. Die Tätigkeiten und Funktionen zeichneten ein Bild von Koller, „das von hohem Pflichtbewusstsein und starkem gesellschaftlichen Engagement geprägt ist“, bilanzierte der Landrat und überreichte die Medaille.

   Im Namen von Rat und Verwaltung gratulierte Bürgermeister Heiner Theßeling, der den Geehrten schon aus Schulzeiten kennt und mit einer Anekdote aus jener Zeit aufwartete. „Unser Gemeinwesen lebt davon, dass Bürger wie Ewald Koller an seiner Gestaltung mitwirken“, sagte Theßeling. Ein Wesenszug von Ewald Koller sei die Begabung, andere für ein Vorhaben motivieren und begeistern zu können. Da die Übernahme von Ehrenämtern in der Familie Koller üblich sei, falle vom Glanz des Ordens auch ein wenig auf die Geschwister und Eltern.

   Mit so einer Ehre habe er nie gerechnet, sagte Koller. Als er den Brief des Landrates geöffnet habe, sei er „einfach platt“ gewesen. Sein Dank gelte allen, die an der Antragstellung mitgewirkt hätten, besonders aber seiner Ehefrau Christel, die ihn immer unterstützt und getragen habe.

Ewald Koller (r.) ist die Verdienstmedaille verliehen worden. Mit ihm freuen sich (v.l.) Bürgermeister Theßeling, Landrat Gerd Wiesmann und Ehefrau Christel Koller
Ewald Koller (r.) ist die Verdienstmedaille verliehen worden. Mit ihm freuen sich (v.l.) Bürgermeister Theßeling, Landrat Gerd Wiesmann und Ehefrau Christel Koller
 

Geschers Mitte liegt in Harwick

Gescher. Total veraltet ist Geschers Stadtplan. Wer darüber sinniert, ob Geschers Mitte an der alten Kirche oder eher am neuen Rathaus liegt, der wird nun eines Besseren belehrt. Weder noch, lautet die Antwort. Wer nach Gescher Mitte will, muss an der Hambrücke – von Osten kommend – Richtung Ahaus abbiegen. Noch 0,3 Kilometer, dann ist man mittendrin – im Herzen der Glockenstadt. So will es seit Wochen ein Schild weismachen, das Radwanderer an der Einmündung Ahauser Damm auf den rechten Weg schickt. Demnach wäre Osterwick früher Zollgrenzbezirk gewesen, denn es liegt immerhin 22 Kilometer westlich von Gescher. Kurz vor Holland. Der Weg dorthin führt über Legden – hoffentlich kommen eingefleischte Dorf-Münsterland-Fans („Du sollst nicht legden“) mit den aktuelle Himmelsrichtungen klar. Dass sich „Gescher Mitte“ laut Schilderwald in Harwick befindet, erstaunt deren Bewohner gar nicht: „Wieso, das war doch schon immer so“, grient Schützen-Oberst Klemens Kersting und lädt alle Radfahrer und Wanderer zum Schützenfest im Mai ein. Die Harwicker Vogelstange liegt nämlich just in „Gescher Mitte“. Jubeln darf auch die UWG: Sie wollte schon immer „die Kirche im Dorf lassen“ und Geschers Siedlungsgebiet nach Osten erweitern, über die Berkel hinaus. So schnell gehen Wünsche in Erfüllung.
 
Verkehrte (Schilder-)Welt: An der Hambrücke werden Radwanderer mit Ziel „Gescher Mitte
Verkehrte (Schilder-)Welt: An der Hambrücke werden Radwanderer mit Ziel „Gescher Mitte